WDR Big Band feat. Cécile Verny

Deutschland

Leitung, Arrangements: Michael Abene

Celebrating Billie Holliday

/ 18.09.09 / 20.00 Uhr / Bühne 1

Das Konzertprogramm der WDR Big Band mit der Sängerin Cécile
Verny ist eine Hommage an die wunderbare Billie Holiday. Cecile Verny stellte  bekannte Songs aus dem Repertoire von Billie Holiday vor.
 
Vor ein paar Jahren schon hatte die so wandelfähige WDR Big Band die Songs, die einst Billie Holiday sang, in ihrem Live-Programm. Jetzt ist der Tribut an Lady Day auf CD verewigt worden – mit Cécile Verny als Stimme. Eine sehr gute Wahl, zählt die in Freiburg lebende Sängerin von der Elfenbeinküste doch zu jenen, die eigene Wege gehen in der vokalen Jazzwelt. So eine Herangehensweise passt hier ganz vorzüglich ins Konzept. Denn die Arrangements von Big-Band-Leiter Michel Abene sind absolut zeitgemäß.
„Fine and Mellow“ kommt funkig-frisch daher, „Lover Man“ als lässige kopfnickende Groovenummer und „You Don’t Know What Love Is“ klingt ebenfalls so was von relaxt, dass es eine Freude ist. Und zu den bunt schattierten Klangtupfern, die die Musiker der WDR Big Band immer wieder in die Stücke einfügen, singt Cécile Verny souverän und ausdruckstark und in keiner Sekunde so, als wolle sie irgendwie nach Billie klingen. Selbst in den zahlreichen Balladen auf diesem Album, die durch die Streicher des WDR Rundfunkorchesters noch mehr Fülle bekommen, bleibt sie erfreulicherweise ganz sie selbst. So ist diese Aufnahme frei von Klischees und eine echte Empfehlung für alle Billie-Holiday–Fans, aber auch Freunde der immer wieder so positiv überraschenden WDR Big Band. (Christoph Giese)

 

Heiner Wiberny, Karolina Strassmayer, Olivier
Peters,
Paul
Heller,
Jens
Neufang (sax)
 John
Marshall,
Wim
Both,
Andy
Haderer,
Rob
Bruynen,
Klaus
Osterloh
(trp
&
flh)
 Ludwig
Nuss,
Uli
Plettendorff,
Bernt
Laukamp,
Mattis
Cederberg (tb)
 Paul
Shigihara (g)
Frank
Chastenier (p)

John
Goldsby (b)
Hans
Dekker (dr)




OREGON

USA

Ralph Towner (g & p)
Paul McCandles (woodwinds)
Glen Morre (b)
Mark Walker (dr & perc)

/ 18.09.09 / 22 Uhr / Bühne 1

39 Jahre besteht „OREGON“ inzwischen als Gruppe, die zu den interessantesten akustischen Fusionbands des Jazz zählt. Verschmolzen werden Jazz, Avantgarde und ethnische Musik, gepaart mit einem instrumentellen Variationsreichtum der Gruppe.
Multi-Instrumentalist Ralph Towner, der am 1. März 1940 in Chehalis, Washington, geboren wurde, entwickelte seinen eigenständigen Stil vor allem auf der zwölfsaitigen Gitarre, die er wie ein Tasteninstrument behandelt. Die Pianisten Bill Evans und Paul Bley beeinflussten ihn so stark, dass er die Art der Musik auf die Gitarre übertrug. Pat Metheny war überwältigt, als er Ralph Towner das erste Mal hörte, und Larry Coryell zeigt sich tief beeindruckt von seiner Art, zur selben Zeit Rhythmus, Melodie und Improvisation zu spielen.

Habana Sax

Kuba

Jorge Luis Almeida (sax)

Roberto Martinez Pereira (sax & fl)

Evaristo Denis Baro (sax)

Eduardo Fernández Mendoza (sax & fl)

Mauricio Gutierrez (dr & perc)

/ 18.09.09 / 23.45 Uhr / Bühne 1

Mit Spannung wird der Auftritt des kubanischen Saxofonensembles HABANA SAX erwartet, das bereits in ganz Europa und auf dem lateinamerikanischen Kontinent viel umjubelte Konzerte gegeben hat. Das Repertoire ist eine energiegeladene Mischung aus klassischer kubanischer Musik, Rhythmen aus Cha-Cha-Cha, Mambo, Rumba, Salsa, populären Jazz Standards und zeitgenössischen Jazzkompositionen von  Jorge Luis Almeida, dem Kopf der Band. Auffallend ist die enorme Virtuosität der einzelnen Musiker, die Spielfreude und das gute Zusammenspiel der Band.

Barbara Dennerlein

Deutschland

Barbara Dennerlein
(Kirchenorgel & Hammond-Orgel)
Weltgewinn an der Hammond-Orgel

/ 18.09.09 / 19 und 21.15 Uhr / Ev. Kreuzkirche Viersen

Ihre CDs wurden mit Auszeichnungen, mehrfach mit Jazz Awards und dem Preis der deutschen Schallplattenkritik bedacht, ihre CD „Take Off“ (Verve/Universal) erreichte sogar Platz 1 der Jazz-Charts und wurde als meistverkauftes Jazz-Album gefeiert. Barbara Dennerlein gehört zum Kreis der wenigen deutschen Künstler mit internationaler Reputation. Sie präsentiert sich auf ihren Veröffentlichungen und in ihren Konzerten als kompetente Vertreterin einer neuen Generation von Jazz-Musikern und wurde dadurch zur Protagonistin ihres Instrumentes, der legendären Hammond B 3.

Doch besonders faszinierend wirkt Barbara Dennerlein live. Als wichtigster und erfolgreichster deutscher Jazz-Export sind ihr die großen internationalen Festivalbühnen ebenso vertraut wie die Klubs: das „Blue Note“ und das „Sweet Basil“ in New York, „Ronnie Scott's Club“ und „Jazz-Café“ in London oder das „Blue Note“ in Tokio, Festivals in USA und Kanada: Montreal-, Vancouver-, Toronto-, Edmonton-, Victoria-Jazzfestival, europäische Festivals wie Den Haag Northsea Jazzfestival/ Holland, Pori-Jazzfestival/Finnland, Molde-Jazz/Norwegen, Arhus Jazzfestival/Dänemark, Maastricht-Kortrijk-Festival/Belgien, Vitoria Festival de Jazz/Spanien; oder deutsche Festivals wie Berlin, Frankfurt, Leverkusen, Nürnberg, Vilshofen, Burghausen, Freiburg, Hamburg, Hannover Jazztage u.v.a.. Zudem dokumentieren zahlreiche Rundfunk- und Fernsehmitschnitte international ihre großen Erfolge.

Oliver Leicht „Herrenrunde featuring Ack van Rooyen“

Deutschland

Oliver Leicht (sax)
Ack van Rooyen (tp)
Norbert Scholly (g)
Ingmar Heller (b)
Jens Düppe (dr)

/ 18.09.09 / 22.45 und 00.15 Uhr / Bühne 2

Manche Kaffeekränzchen sollten der Welt nicht vorenthalten bleiben. So auch Oliver Leichts „Herrenrunde“, ein Quartett mit dem Saxophonisten, Klarinettisten Oliver Leicht und einer wunderbaren Rhythmusgruppe mit Norbert Scholly, Gitarre, Ingmar Heller, Bass und dem Schlagzeuger Jens Düppe. Aus diesen Musikern entwickelte sich schon vor einiger Zeit die „Herrenrunde“. Vier Künstler, die miteinander und aufeinander reagieren und dabei den modern arrangierten Kompositionen aus der Feder Oliver Leichts ganz besondere Farben geben. Gemeinsam werden hier die einzelnen Titel improvisatorisch aufgebrochen und erweitert.

 

Dabei entstand eine ganz eigenwillige CD, die immer wieder mit Gegensätzen spielt. Fast heitere Stücke werden gegen dunkel, melancholische Kompositionen gestellt; stoßen sich ab und fügen sich doch wieder ineinander. Gekonnt lässt Leicht Dynamik in Langsamkeit zurückfallen. Dadurch verstärkt sich die besondere Wirkung der Stücke, vor allem in den Balladen, in denen sich der weiche Klarinetten-Sound Leichts wunderbar mit dem Flügelhorn verbindet.

 

Mit Ack van Rooyen sei hier der fünfte Künstler genannt, den Leicht für diese Produktion eingeladen hat, um den Sound der „Herrenrunde“ zu bereichern. Sein lyrisches Flügelhorn fügt sich mit Eleganz in das Ensemble, wird aufgenommen und schwebt gleichzeitig darüber.

 

Diese spannende Zusammenarbeit der Formation erweitert das im Zentrum stehende Idiom des Modern Jazz und sucht über diese Stilistik hinausgehend immer wieder neue Richtungen. Dabei lässt Leicht seine Musik durch die hervorragenden Musiker gemeinsam gestalten und gibt ihr damit Raum zum Wachsen. Immer wieder entsteht so Neues, Interessantes und Bewegendes. 

 

In dieser Verbindung zeigt Oliver Leicht mit seiner zweiten Veröffentlichung eine wunderbare, spannungsgeladene und neue Seite der „Herrenrunde“, die ja bereits als Teil seines Oktetts [Acht.] ihr Können auf der ersten Veröffentlichung im Jahre 2006 gezeigt hat. Er betont den Kern des großen Ensembles und besinnt sich auf dessen Ursprünge, entstanden aus eben dem erwähnten Kaffeekränzchen in Leichts Wohnung in Köln – das Ergebnis gibt ihm Recht.

Alony

Deutschland

Efrat Alony (voc)

Christian Thomé (dr, Electronics, Glockenspiel)

Mark Reinke (p, keyb, Electronics, Melodica)

 

/ 18.09 und 19.09.09 / 22 und 0.30 Uhr / Bühne 3

Alonys Musik bildet einen ganz eigenen Planeten voller Atmosphäre und Geheimnis, der sich auf verschlungenen Wegen um die Jazzsonne bewegt.  
 
Efrat Alonys Songs werden seit Jahren von der Presse gefeiert. Die einen nennen sie „populäre Kunstlieder, hoch expressiv“, die anderen „auf geheimnisvolle Weise vom Jazz herkommende Popsongs“ oder gar eine „Kammerjazz-Parallelwelt“. In Jazzzeit war zu lesen: „Die Sängerin Efrat Alony hat nicht nur eine interessante Stimme, sondern ist auch eine Komponistin und Textdichterin, die etwas zu sagen und ihre eigene Sprache gefunden hat.“ Und beim Bayerischen Rundfunk kommentierte man: „Sie ist eine Musikerin von eigensinniger Raffinesse, liebt die Verschmelzung von Elementen aus Jazz, Rock und elektronischer Musik und verleiht diesem Sound mit persönlichen Texten und dunkler Altstimme ein großes Maß an Individualität.“